Jumpgate Classic
Jumpgate Classic
Im Jahr 2001 veröffentlichte NetDevil die Massive-Multiplayer-Space-Simulation, die den Grundstein für Jumpgate Evolution legte – ja, natürlich, wir sprechen von Jumpgate, auch oft als Jumpgate Classic bezeichnet. Das Weltraum-MMO war eine Revolution, denn zuvor gab es nur „Space Adventure RPGs“ mit einem Point-and-Click Gameplay. Jumpgate hingegen war ein echter Spaceflight-Simulator, der die Fähigkeiten des Piloten in Flugmanövern und im Kampf auf die Probe stellte.

Das Spiel basierte auf der DANCER (Drag And Near-true-physics Combined to Engineer Reality) Engine, die sich den Newtonschen Gesetzen bedient und deswegen den Kampf im Weltraum so interessant und spannend machte. Das eigene Schiff konnte sich nach seiner Beschleunigung in einer gerade Linie weiterbewegen, selbst wenn der Spieler es dabei um seine eigene Achse rotieren lässt. Es war also möglich, sich unabhängig von seiner Schussrichtung fortzubewegen. Wer mit den Physikeigenschaften in einem 2D Spiel, wie Asteroids oder SubSpace vertraut war, dem wurden mit Jumpgate Classic ganz neue Möglichkeiten geboten.

Auch die Steuerung war weitaus dynamischer: Neben Maus und Tastatur konnte man sich auch mit dem Joystick als Pilot betätigen. Der Spieler setzte seinen Kurs selbst, einen Autopiloten wie in anderen Spielen gab es hier nicht!

Einer der wichtigsten Aspekte von Jumpgate waren natürlich die Weltraumschlachten. Es gab keine PvP-Einschränkungen: Sobald man Level 9 erreicht hatte verlor man seinen „Welpenschutz“ und konnte von anderen Spielern angegriffen werden, bekam im Austauch aber auch neue Schiffsmodelle zur Verfügung gestellt. Komplett schutzlos war man jedoch nicht. Als ziviler Pilot gekennzeichnet, konnte man anderen Spielern mitteilen, dass man nicht auf ein Gefecht aus war. Wurde man dennoch angegriffen, erhielt der Gegner harte Strafen. Wollte man einfach ein wenig üben, konnte man sich im Simulator austoben bis man perfekt im Umgang mit dem eigenen Schiff war.

Jumpgate Classic bot zahlreiche interessante Optionen für den Player vs. Player-Kampf, aber auch diejenigen, die sich lieber mit Handwerk beschäftigten, kamen nicht zu kurz. Durch die rege Nachfrage an Gütern, waren die Hersteller in der Galaxis gerne gesehen. Frachter und Händler waren unabdingbare Berufe mit denen sich natürlich auch jede Menge Profit machen ließ!

Im Weltraum herum schwebende Artefakte waren ein weiterer Grund das ganze Universum zu erforschen. Viele dieser seltenen Gegenstände waren zwar nicht im besten Zustand, aber dafür in ihrer Einzigartigkeit nicht zu überbieten.

Und ja – der Weltraum war wirklich riesig! 160 verschiedene Sektoren aufgeteilt in zwei Weltraumregionen erwarteten die Spieler. Am meisten Spaß machte es natürlich gemeinsam in einem Squad zu spielen, aber auch die Solopiloten kamen auf ihre Kosten. Alle Missionen (außer Schlachten gegen KI-gesteuerte Schiffe) konnten auch alleine bestritten werden. Das Weltall ist allerdings ein gefährlicher Ort – gemeinsam flog man besser!

Drei Fraktionen waren wählbar, genauso wie es jetzt auch in Jumpgate Evolution der Fall ist. In Classic konnte keiner Spieler in seiner Fraktions-Station eine Basis erwerben, um seine eigene Raumstation zu bauen, die man später auch immer weiter ausbauen konnte. Jede Station konnte mit einer bestimmten Anzahl an Modulen ausgerüstet werden, wobei sich die Zahl nach den Punkten der Basisstation richtete. Mit den Erweiterungen boten sich Reparaturmöglichkeiten, Waffenaufstockung, erweiterte Lagerflächen, Verarbeitungsmöglichkeiten für Erze und sogar einen Hangar für die Schiffe des Spielers. Auf Wunsch konnte man sogar die eigene Station in eine öffentliche Shopping-Einrichtung oder eine Squad-Station verwandeln!

Kurz gesagt – Jumpgate war spannend für PvP-Liebhaber, Händler, Gruppen- sowie Solospieler. Und es lebt noch: Auf der offiziellen Seite des Spiels kann man eine 14-tägige Probeversion herunterladen. Alle wichtigen Elemente von Jumpgate Classic sollen auch im Nachfolger auftauchen und sogar noch verbessert werden.




30.03.2009

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